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Swiss Rowing Indoors 2020 & Langstreckentest

Spichtig Livio 28.01.2020

Doppelter Test für Sempacher Ruderinnen und Ruderer

Am vergangenen Wochenende fand für die Athletinnen und Athleten des Seeclub Sempach das Highlight der Wintersaison, die Swiss Rowing Indoors, statt. Dazu traf sich die gesamte Schweizer Ruderszene in Zug beim Kräftemessen um die Schweizermeistertitel auf dem Ruderergometer. Ohne jegliche Schonfrist stand bereits am Tag darauf in Mulhouse der zweite Langstreckentest von Swiss Rowing an. Die Sempacher Delegation vermochte an beiden Tagen zu überzeugen.

Es ist nicht das beliebteste Wochenende im Winterkalender einer ruderbegeisterten Person in der Schweiz. Alle Augen in der Stadthalle von Zug huschen von den schmerzerfüllten Gesichtern der Teilnehmenden zu der Leinwand im Hintergrund, welche in einer Animation in Echtzeit deren Leistungen darstellt. Trotzdem steht mit den Swiss Rowing Indoors der erste grosse nationale Vergleich seit dem Beginn des Wintertrainings an und zeigt auf, ob man für die gesteckten Ziele den richtigen Kurs eingeschlagen hat.

Zwei Medaillen für den Sempacher Nachwuchs
Auf Kurs sind gleich mehrere Sempacher Athletinnen und Athleten. Mit Mia Fleischlin und David Widmer stachen beide Trümpfe als Drittplatzierte und Zweitplatzierter, obwohl gleich beide im jüngeren Jahrgang der Kategorie U17 der Juniorinnen respektive U19 der Junioren an den Start gingen. Mit Alba Sager konnte ein weiterer Top 10 Platz in der Kategorie U15 der Juniorinnen errudert werden.

Röösli knapp neben dem Podest, Brunner meldet sich zurück
Die Stimmung in Zug erreichte mit dem Rennen der Elite ihren Höhepunkt. In einem packenden Wettlauf gewann Röösli’s Bootspartner, Barnabé Delarze (Lausanne Sports) wie erwartet die diesjährigen Swiss Rowing Indoors in aller Deutlichkeit bereits zum sechsten Mal in Serie. Dahinter entbrann ein Kampf um die verbleibenden Podestränge, welchen Röösli auf dem letzen Streckenteil nicht mehr halten konnte. Mit dem fünften Rang verpasste er das Podest um knappe 0.8 Sekunden.
Erfreuliches gibt es auch von Patrick Brunner zu berichten. Das aufstrebende Sempacher Talent musste mit der Diagnose „Pfeiffersches Drüsenfieber“ im vergangenen Herbst einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem längeren Aufbau nähert sich der 19-Jährige wiederum der alten Bestform und bewies dies gleich mit dem 15. Rang.

Revanche an der Langstrecke
Bei fairen Bedingungen konnte Roman Röösli anders wie am Vortag seinen Bootspartner auf den zweiten Platz verweisen und gewann in Mulhouse mit knapp einer Sekunde Vorsprung. Ein grosses Ausrufezeichen setzte auch am Sonntag erneut die erst 14-jährige Mia Fleischlin. Sie startete als jüngste Teilnehmerin in der offenen Juniorinnenkategorie gegen bis zu drei Jahre ältere Konkurrentinnen und notierte sich mit Rang Acht ein Glanzresultat. Bei den Junioren rundet David Widmer sein erfolgreiches Wochenende mit dem vierten Rang ab.

Im April geht’s weiter
Nun geht es für die Sempacher Regatta Crew wieder zurück in die Trainingsräume, um die gute Form zu halten. Mit den gezeigten Resultaten stehen die Vorzeichen gut, dass in der neuen Dekade auch weiterhin mit einer starken Nachwuchsabteilung des Seeclubs Sempach gerechnet werden darf.